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Mit der Drohne über dem Brautpaar: Hochzeitfotografie 2.0

Die Museums-Insel in Berlin ist seit jeher eine beliebte Kulisse für Hochzeitspaare und deren Fotograf*innen. Was neu ist: Der Trend sich hier auch mit fliegenden Kameras in Drohnen ablichten zu lassen. Dabei zeichnet sich der Trend zur Hochzeits-Drohnenfotografie schon seit längerem ab – bisher vor allem in den USA, mehr und mehr aber auch in Deutschland.

Himmlische Perspektive und alle auf dem Bild

So berichtet das ZDF Mitte 2015 bereits, dass die Fotografie aus der Luftperspektive immer beliebter werde. Kein Fotograf hätte es geschafft, alle unsere Gäste in einer Aufnahme zu zeigen”, wird eine US-amerikanische Braut zitiert, die für rund 1000 $ ihr Hochzeit aus “himmlischer Perspektive” filmen ließ: “Dank der Drohne war am Ende wirklich jeder im Bild”.

Drohnenfotografie der Hochzeiten boomt

In dem ZDF-Bericht erklärt ein Drohnen-Fotograf, dass die Nachfrage Anfang des Jahres 2015 deutlich gestiegen sei: Demnäch hätte sich die Nachfrage im Frühjahr 2015 im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Wörtlich heißt es:

“Drohnen galten lange Zeit als Gimmick, aber inzwischen sind sie fester Bestandteil des Angebots”, sagt Gyokeres. Kollegen überall in den USA bieten Drohnenfotografie an, zum Beispiel Justin Fone. Er arbeitet seit 14 Jahren als Hochzeitsfotograf in San Francisco. “Früher hatte ich eine Kamera und ein Stativ. Heute nutze ich Schienen, Kräne, Drohnen.”

Wie funktioniert die Hochzeitsfotografie mit der Drohne?

Per WLAN funkt die Drohne dann die Foto- und Videoaufnahmen auf ein Tablet oder Smartphone des Fotografen. So kann er die geschossenen Fotos direkt beurteilen, Einstellungen wählen und die Inszenierung und Stellung des Brautpaares korrigieren und verändern.

Was sind die Nachteile der Hochzeitsfotografie mit Drohnen?

Dass diese Art der Fotografie aber nicht ungefährlich ist, zeigt ein Video auf youtube: Die filmende Drohne fliegt dabei gegen das posierende Hochzeitspaar. Zum Glück wurde dabei – trotz der unangenehmen Videobilder – nicht ernsthaft verletzt.

Zudem sind viele der Drohnen noch recht laut, was die Hochzeitszeremonie stören würde und die Drohnen zum Einsatz in Innenräumen eher untauglich macht.

Für ein Hochzeits-Shooting per Dohnen-Kamera sollte ein Brautpaar zudem deutlich mehr Zeit einplanen als bei klassischer Hochzeitsfotografie. Neben der Fotografie muss der Fotograf nämlich auch die Drohne steuern, WLAN-Übertragung sicherstellen und das Brautpaar in die richtige Stelle dirigieren.

Letztlich liegen auch die Kosten für ein Fotoshooting aus der Luft deutlich höher als bei einem normalen Shooting.

 

Was denkt ihr über diesen neuen Trend? Käme für euch diese Hochzeitsfotografie 2.0 in Frage?

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